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GRAB UND MOND

Grab und Mond

Text: Johann Gabriel Seidl (1804-1875)
Satz: Franz Schubert (1797-1828), veröffentlicht 1827


Silbergrauer Mondenschein
Fällt herab;
Senkt so manchen Strahl hinein
In das Grab.

Freund des Schlummers, lieber Mond,
Schweige nicht,
Ob im Grabe Dunkel wohnt
Oder Licht.

Alles stumm? Nun, stilles Grab,
Rede du,
Zogst so manchen Strahl hinab
In die Ruh';

Birgst gar manchen Mondenblick,
Silberblau,
Gib nur einen Strahl zurück:
Komm und schau!




Gloria | Gürtel und Tüchlein