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WACH AUF, MEIN HERZENS SCHÖNE

Wach auf, mein Herzens Schöne

Satz: Walter Rein (1893-1955)

Wach auf, mein Herzens Schöne
Zart Allerliebste mein!
Ich hör' ein süß Getöne
Von kleinen Waldvöglein
Die hör' ich so lieblich singen
Ich mein', ich säh' des Tages Schein
Vom Orient herdringen

Ich hör' die Hahnen krähen
Und spür' den Tag dabei
Die kühlen Winde wehen
Die Sternlein leuchten frei
Singt uns Frau Nachtigalle
Singt uns ein' süße Melodei
Sie meld't den Tag mit Schalle

Der Himmel tut sich färben
Aus weißer Farb' in blau
Die Wolken tun sich färben
Aus schwarzer Farb' in grau
Die Morgenröt' tut herschleichen
Wach auf, mein Lieb, und mach mich frei
Die Nacht will mir entweichen!

Selig ist Tag und Stunde
Darin du bist geborn!
Gott grüß mir dein rot Munde
Den ich mir hab erkorn!
Kann mir kein' Lieb're werden
Schau, daß mein Lieb' nit sei verlorn!
Du bist mein Trost auf Erden


Schäfers Sonntagslied | Wir sind nur Gast auf Erden